Der Anschluß an den Empfänger
Das FM-SELECT 100-2 H hat einen NF-Signal Halbleiterschalter
und arbeitet als dynamischer Kurzschließer völlig ohne Schaltgeräusch.
Über ihn kann das Signal vor dem NF-Verstärker des Funkgerätes an ausreichend
hochohmiger Stelle z.B. gegen -U B bzw. Masse kurzgeschlossen werden.
Um zu verhindern, dass über Masseschleifen Störungen einkoppeln, ist die
Minusleitung des Halbleiterschalters separat zum Empfänger geführt und
kann dort an geeigneter Stelle angeschlossen werden.
Das Mess-Signal muss am Ausgang des F3-Demodulators, möglichst noch vor
der Deemphasis, abgegriffen werden. Das Grundrauschen sollte an dieser
Stelle breitbandig und kräftig sein, außerdem wird eine hohe ZF-Verstärkung
empfohlen. Bei Auswahl der Anschlusspunkte Ist darauf zu achten, dass
beim Schalten keine Rückwirkung auf das Mess-Signal möglich ist Außerdem
empfiehlt es sich zu kontrollieren, ob bei Betätigung von Lautstarke-
und Klangregler die Signalamplitude konstant bleibt.
Das FM-SELECT 100-2 H wird über den am Ausgang des F3-Demodulators
vorhandenen Gleichspannungspegel automatisch aktiviert. Damit ist sichergestellt,
dass das FM-SELECT beim Senden außer Betrieb ist, insofern
auch im Funkgerät bei Sendebetrieb das Empfangsteil abgeschaltet wird.
(Mit Hilfe dieser Funktion kann das FM-SELECT auch bei anderen
Modulationsarten automatisch ausgeschaltet werden. Dazu ist ledigIich
das Mess-Signal hinter dem Modulationswahlschalter abzugreifen und sicherzustellen,
dass nur der Ausgang des F3-Demodulators galvanisch gekoppelt ist.)
Das FM-SELECT 100-2 R ermöglicht über ein schnelles Miniaturrelais
ein völliges Stummschalten auch höherer Leistungen und ist besonders geeignet,
wenn direkt die Lautsprecher-Zuleitung geschaltet werden soll. Diese Version
ist für den Anschluss an die 6-Pol Nylon SeIeCaL-Bu. mit Lsp-Brücke und
kombiniertem PTT-/ Konstant-NF Kontakt vorgesehen. (Bei einigen Funkgeräten
muß noch ein Montage-Kit eingebaut werden, um das Konstant-NF-Signal
vom Demodulatorausgang über den PTT-Anschluss heraus zu führen.)
Das FM-SELECT 100-2 N bietet einen Squelch-Schaltspannungsausgang
und ist dann geeignet, wenn die empfängereigene Rauschsperre als NF-Schalter
benutzt werden kann. Voraussetzung für eine befriedigende Störunterdrückung
ist dabei aber, dass das NF-Signal Im Funkgerät 1. ohne Knackgeräusche
und 2. ausreichend schnell (<10 ms) geschaltet wird. Diese Variante ist
für den Anschluss an die 6-polige Nylon SeleCaL-Bu. mit Squelcheingang
vorgesehen und wird beim Empfang über den PTT-Kontakt aktiviert.
FM-Select Abgleichanleitung
Anpassung der Gesamtempfindlichkeit
Die vorn am FM-SELECT zugängliche Einstellschraube (Wendeltrimmer
mit 20 Umdrehungen!), ermöglicht eine individuelle Anpassung der Gesamtempfindlichkeit
an das angeschlossene Funkgerät.
- Funkgerät auf höchste Empfangsstärke, Rauschsperre geöffnet, Modulationsschalter
auf FM, FM-SELECT an-schließen, Betriebsart "dx" einstellen,
Trimmer "noise suppression" auf Rechtsanschlag.
- Ohne Mess-Sender: Von einer korrekt eingestellten FM-Gegenstation
(Empfangsstärke größer S9), mehrfach sofort nach dem Drücken der
Sendetaste ein Wort mit lautem Wortanfang, wie "Achtung" sprechen
lassen und den Wendeltrimmer am FM-SELECT dabei so einstellen, daß
die rote LED gerade beginnt kurz aufzuleuchten.
- Mit Mess-Sender: Bei ca. 100 µV HF, 1,25 KHz Prüfmodulation
und 600 Hz Hub den Wendeltrimmer am FM-SELECT so einstellen, daß
die grüne LED gerade aufleuchtet.
Bei korrekter Einstellung muß bei FM-Empfang die Signal-LED im Rhythmus
der Sprachmodulation kräftig aufleuchten, während die Noise-LED nur bei
überlagerten Störungen leicht aufblinken darf.
Anpassung der Störsignalunterdrückung
Der seitlich am FM-SELECT zugängliche Trimmer "noise suppression"
ermöglicht eine individuell einstellbare Störsignalunterdrückung.
Eine empfindlichere Einstellung empfiehlt sich besonders dann, wenn auch
verrauschte DX-Signale bzw. gestörte FM-Signale noch empfangen werden
sollen, eine unempfindlichere Einstellung dagegen ist angebracht wenn
Störsignale besser unterdrückt werden sollen und keine so hohe Empfindlichkeit
erforderlich ist.
Funkgerät auf höchste Empfangsstärke, Rauschsperre geöffnet, Modulationsschalter
auf FM, FM-SELECT anschließen, Betriebsart "dx" einstellen,
Trimmer "noise sup-pression" auf Minimum (Linksanschlag).
- Möglichst vollkommen freien Kanal wählen, notfalls ohne Antenne,
Funkgerät so einstellen, dass das Grundrauschen im Lautsprecher
zu hören ist,(1) und Trimmer "noise suppression"
vorsichtig im Uhrzeigersinn drehen, bis das Grundrauschen gerade unterdrückt
wird, nun haben Sie die empfindlichste Einstellung.
- Da bei dieser Einstellung, Signale mit sehr wenig FM-Anteil bereits
durchgeschaltet werden, sollten Sie den Trimmer vorsichtig noch ein
wenig weiter drehen, damit auch andere Störsignale ausreichend unterdrückt
werden.(2) (Die optimale Einstellung ist von
der Bauart des angeschlossenen Funkgerätes abhängig).
- Bei richtiger Einstellung sollten in der Betriebsart "dx" auch bei
schwachem Empfang sauber modulierte FM-Signale noch zum Lautsprecher
durchgeschaltet werden, zugleich sollten, zumindest in der Betriebsart
"on" auch starke Störungen sicher gesperrt bleiben.
Die günstigste Einstellung lässt sich am besten im praktischen Betrieb
herausfinden. (Gelegentliches kurzes Einschalten des Lautsprechers kann
auch durch zu schwache FM-Signale ausgelöst werden. Die gewählten Empfindlichkeitseinstellung
sollte deswegen nicht gleich verändert werden).
- Falls auch bei Linksanschlag des Trimmers kein Grundrauschen
zu hören ist, die Signalerkennung durch Empfang eines FM-Signales aktivieren
und anschließend wieder auf Grundrauschen zurückschalten, (Hysterese).
- Falls der Einstellbereich des Trimmers nicht ausreicht,
sollte vom Fachmann beim FM-SELECT 100-2H die Deemphasis des Meßsignalanschlusses
durch Wahl eines anderen Kondensators korrigiert werden, bei allen anderen
Varianten muß der R100 im FM-SELECT angepaßt werden.
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